Die Ärmsten der Armen

Ein Obdachlosenasyl im lateinamerikanischen Ecuador stand im Mittelpunkt eines Vortrags, den unsere 6. Klassen am 26. September erleben konnten.

Als Referent kam eigens aus Rom der bolivianische Pater Luis vom Orden der Barmherzigen Brüder, begleitet vom Prior des Klosters Algasing, Frater Bernhard Binder. Als Dolmetscher fungierte der ausgezeichnet Spanisch sprechende Berufsoberschullehrer Dietmar Dambietz.

Pater Luis hat mehrere Jahre im Obdachlosenheim der Barmherzigen Brüder in dem Andenstaat gearbeitet, in dem der Hospitalorden den Ärmsten der Armen Herberge gibt. So konnte er aus erster Hand über dieses nach dem Ordensgründer Johannes von Gott benannte Haus „Albergue San Juan de Dios“ berichten, das sich in El Tejar, einem Stadtteil der Hauptstadt Quito, befindet. Ein zweites Obdachlosenheim betreibt der Orden in San Diego, einem weiteren Stadtteil Quitos. Täglich werden rund 300 Personen mit Essen, Unterkunft und Kleidung versorgt. Dabei geht es den Barmherzigen Brüdern nicht nur um Unterbringung und Verpflegung der marginalisierten Menschen, sondern auch um ihre Rehabilitation und Resozialisierung.

Um die derzeitige Überbelegung des Heims in El Tejar abzubauen, ist ein Erweiterungsbau dringend nötig. Auch eine Optimierung der medizinischen Ausstattung wird angestrebt. Dafür baten Pater Luis und Frater Bernhard unsere Schülerinnen und Schüler am Ende um einen kleinen Obolus. Dazu gaben sie zwei „Spenderherzen“ durch – herzförmig gestaltete Spendenboxen –, die am Ende gut gefüllt waren. Schließlich konnten unsere Gäste den ansehnlichen Betrag von 345 € zu Gunsten ihres Obdachlosenprojekts mitnehmen.

Besonders erfreulich war auch das große Interesse unserer Schülerinnen und Schüler, die im Anschluss an den Vortrag noch so viel wissen wollten, dass die verbleibende Zeit nicht für die Beantwortung aller Fragen ausreichte.

 
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